30.09.2006 - SV Hermsdorf - TV Offenbach

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Infos zum Spiel:

Datum: 30.09.2006
Halbzeit- / Endstand: 8 : 16 / 25 : 31
   
Spielbericht (Quelle Homepage SV Hermsdorf)
Gespannt auf das Abschneiden Ihrer „Ersten“ haben viele Holzländer den Weg nicht gescheut, um ihre Mannschaft den Rücken zu stärken. Eindrucksvoll, und mit gutem spielerischem Niveau gingen die Kreuzritter in die Partie. Die Situation – letzter Tabellenplatz – sowie der Anspruch vor heimischen Publikum den ersten Sieg in dieser Saison einzufahren war klar.

In dieser Deutlichkeit waren es folgerichtig die Kreuzritter, welche zu Beginn der Partie die entscheidenden Akzente setzten. Zwei sehenswerte Treffer von Stefan Riedel, die sowohl die gegnerische Abwehr als auch ihren Torhüter überraschten eröffneten die Torfolge für den SVH.

Offenbach, von dem geschlossenen Auftreten der Kreuzritter überrascht, agierte zu Beginn etwas nervös. Sollten hier die Probleme bei Auswärtsspielen zum tragen kommen? Eine kompakt und aggressiv eingestellte Abwehrreihe der Hermsdorfer erschwerte zudem den erfolgreichen Spielaufbau des TV Offenbach. Hermsdorf verstand es, in den ersten 15 Minuten der 1. Halbzeit seinen Heimvorteil zu nutzen. Zwei bis drei Tore Unterschied konnten sie bis dato auf ihr Konto verbuchen.

Offenbach, hatte zu diesem Zeit Mühe ins Spiel zu finden. Jedoch ein souverän agierender Atilla Kutun im Tor der Gäste, sowie eine Vielzahl von Fehlwürfen auf Seiten der Hermsdorfer Angriffsreihe eröffneten diesen die Möglichkeiten den Ausgleich, sowie in der 16. Spielminute sogar die Spielführung zum 6:8 zu übernehmen. Bedeutete das bereits die Wende im Spiel?

Offenbach agierte zu diesem Zeitpunkt souverän. Aus einer sicheren Abwehrreihe heraus, wurde in wechselnden Spielzügen das Fundament zum erfolgreichen Ausbau einer andauernden 6 Tore Führung gelegt. Die Kreuzritter hatten in diesem Moment wenig entgegen zu setzten. So sicher, wie man das eine und andere Mal in den Abwehrreihen agierte, so, ja fast kläglich wurde es versäumt die so wichtigen Treffer zum Anschluss zu erzielen. Norman Kietzmann, Sebastian Klecha, und der wieder auf Hermsdorfer Parkett spielende Robert Herling – sonst ein Garant für ihren Torerfolg vergaben ihre Chancen um die Kreuzrittern an die bestehende Führung der Gäste heran zuführen. 8:16 trennten sich beide Teams zur Halbzeitpause.

Wer nun meinte, dass die Kreuzritter diese Partie bereits abgeschrieben hatten, wurde eines besseren belehrt. Angetrieben durch das Hermsdorfer Publikum und ihre treuen Fans welche geschlossen als achter Mann hinter ihrer „Ersten“ standen, waren sie es, die in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit eine betont kämpferisch Leitung zeigten. Trainer Steffen Reis hat es verstanden, die letzten Reserven und den Willen zum Sieg seiner Mannen zu mobilisieren.

Das Publikum sah zu diesem Zeitpunkt eine sportlich attraktive und temporeiche Partie, welche durch den Kampf um Tore seitens der Hermsdorfer sowie die Verteidigung einer bestehenden Gästeführung geprägt war. Sehenswerte Anspiele zum Kreis, welche Jens Geisenhainer zum Torerfolg nutzen konnte, sowie ein wieder erstärkter Sebastian Klecha, welcher mit seinen kraftvollen Distanzwürfen die gegnerische Abwehreihen erschütterte, ließen bis in die Zuschauerreihen die Hoffnung zum Sieg aufkommen.

Jedoch, die Gäste aus Offenbach erwiesen sich als gleichwertiger Gegner. Ebenfalls kämpferisch und mit einer sicher stehenden 6:0 Deckung haben sie es verstanden, ihre bestehende Halbzeitführung nicht zu gefährden. Zwar gelang den Hermsdorf in Folge der Aufholjagd die Tordifferenz zwischenzeitlich bis auf 5 Treffer zu verkürzen, doch leider mangelte es an einem konstant am Erfolg ausgerichteten Torerfolg. Glanzlos über 60 Minuten blieben die Außenpositionen der Kreuzritter. Zu oft knallte der Ball, nach wunderschön vorgetragen Spielzügen an das Gehäuse und um das eine und andere mal, wurde der so sicher geglaubte Torerfolg Beute des Gästetorhüters.

Hektisch und turbulent gestalteten sich die Schlussminuten der Partie. Unleserliche Ziffernfolgen an der Zeittafel, die drohenden Niederlage vor Augen, sowie ein kämpferische Einstellung auf beiden Seiten ließen kurzseitig die Emotionen hoch kochen. Zwei Minuten vor Ende der Partie standen vier Hermsdorfer einer siegesbewussten sechser Abwehreihe gegenüber.

Haben die Kreuzritter die Partie gegen Offenbach mit 25:31 verloren, so bleibt doch eines anzumerken. Der Sieg für die Moral geht auf das Konto der Hermsdorfer. Eindrucksvoll haben sie in diesem Spiel bewiesen, über welches Leistungsvermögen sie verfügen. Nicht im direkten Schlagabtausch in den Abwehrreihen wurde das Spiel verloren. Vielmehr die Anzahl der Fehlwürfe und die zum Teil zu uneffizient vorgetragenen Spielzüge verwehrten den Kreuzrittern den Sieg.

Umso beachtlicher die gezeigte Moral. Sich immer wieder auf die eigenen Tugenden zu besinnen um erfolgreich Handball zu spielen. Ein Kompliment an dieser Stelle sei hiermit ebenfalls an das Hermsdorfer Publikum gerichtet. Eindrucksvoll, geschlossen wie eine Macht stand es hinter den Kreuzrittern. Nicht verzweifelt, auch in den Phasen in denen die Hermsdorfer Jungs zurück lagen, wurde lautstark, unterstütz von Trommel und Pauken den Kreuzrittern die Richtung vorgegeben. Respekt. Und blieb den Mannen um Trainer Steffen Reis dieses Mal die Siegeshymne verwehrt, eines ist sicher – geschlossen, als Mannschaft und treues Publikum werden wir in Hermsdorf Siege feiern

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