14.04.2007 - SV Hermsdorf - HSG Mülheim-Kärlich-Bassenheim

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Infos zum Spiel:

Datum: 14.04.2007
Halbzeit- / Endstand: 15 : 20 / 31 : 33
Schiedsrichter: Rudolph / Scholz (Zittau)

Spielbericht (Quelle SVH-Homepage)
Kurze Leistungssteigerung der Kreuzritter reicht nicht zum Sieg

Nach dem Auswärtssieg gegen den TV Vallendar war man hoch des Lobes. Geschlossen, mit einer starken Vorbereitung wollte man an das Spiel in Vallendar anknüpfen um weitere Zähler für den Klassenerhalt einzufahren.

Jedoch, die treue Hermsdorfer Fangemeinde sah zu Beginn der Partie eine verhaltene, ja fast zögerlich aufspielende erste Männermannschaft. Keine Anzeichen davon, hier und heute alles klar zu machen. Die ersten 15 Minuten konnte sich keines der beiden Teams klar in Szene setzten. Hermsdorf auf der Suche nach einer klaren Linie im Spielaufbau legte vor, und die HSG gewarnt von der angepriesenen Heimstärke verstand es immer wieder auszugleichen.

Zwei Zeitstrafen in Folge gegen den SVH eröffneten den Gästen mehr Raum um Ihr Spielsystem vorzutragen. Die HSG nutzte die Unterzahl des Gegners konsequent und erzielte in der 13. Spielminute erstmal die Führung. Aus einer sicheren Abwehrreihe heraus konnte die HSG mit schnell ausgespielten Tempogegenstößen sich erstmals absetzen – 17. Minute 8:11.

Hermsdorf hatte in dieser Phase der Partie wenig entgegenzusetzen. Die sonst so sicher agierende Abwehrreihe offenbarte Lücken, welche die freistehenden Spieler der HSG eiskalt zum Torerfolg nutzten. Mit einer komfortablen fünf Tore Führung ging es für die HSG in die Halbzeitpause.

Mit welcher Leistung würden die Kreuzritter wohl in der zweiten Hälfte aufwarten. Viel hatte man sich vorgenommen. Wollte man doch unter anderem ebenfalls der treuen Fangemeinde einmal etwas zurück geben. Würde es Steffen Reis gelingen den Ehrgeiz seiner Spieler neu zu beschwören?

Den besseren Start hatten wiederum die Gäste vorzuweisen. Konzentriert gingen sie zu Werke. Der Spielaufbau der Hermsdorfer zu leicht auszumachen. Abspielfehler und ein zu verhaltener Druck zum Tor auf Seiten der Hermsdorfer konnte die HSG nicht wirklich gefährden. Das Team um Trainer Herman-Josef Häring agierte zielstrebiger. Den möglichen Auswärtssieg vor Augen spielten sie konsequent ihr Spielsystem runter und konnte die Führung streckenweise bis zu sieben Toren ausbauen.

Das Spiel schien für die Hermsdorfer bereits verloren. Kaum ein gut vorgetragener Spielzug. Verhaltene Einzelaktionen gepaart mit dem Mut der Verzweiflung waren es, welche hier und da den Hermsdorfern um das ein und andere Mal einen Torerfolg bescherte.

Ja wäre da nicht eine so begeisterungsfähige und sich selbstlos in den Dienst der Mannschaft stellende Fangemeinde. Mit Handklatschen und kräftigen Schlägen auf die Felle wurden die Kreuzritter im letzten Drittel der zweiten Halbzeit regelrecht nach vorn getrieben. Bergner, Riedel und Co. angestachelt von dem Druck der Zuschauer erhöhten den Druck. Die HSG, irritiert von dem plötzlichen Ansturm der Kreuzritter, offenbarte Schwächen. Schnelle Tore von Herling, Bergner und Kühne brachten Hermsdorf wieder ins Spiel. In nur fünf Minuten konnte man sich von einem 25:30 bis auf ein 30:31 herankämpfen. Das Spiel stand in diesen Minuten auf Messers Schneide. Hermsdorf mit dem besseren Zug zum Tor ließ es jedoch an der notwendigen Konzentration missen. Fünf klare Chancen zum wichtigen Ausgleichstreffer konnten nicht genutzt werden.

In der Schlussphase der Partie nutze die HSG Abspielfehler der Hermsdorfer zum weiteren Ausbau ihrer Führung und gewann verdient mit 31:33.

Hermsdorf, den Heimsieg zum greifen nah, hat das Nachsehen. Wie schon so oft angemahnt reicht es nicht aus, nur gerade einmal ca. 20 Minuten sein Leistungspotential abzurufen um in dieser Liga zu bestehen.

Hilfreich ebenso wenig, sich aufgrund von Rückzugsmeldungen anderer Teams bereits auf einem sicheren Tabellenplatz stehen zu sehn. Das Hinüberschauen zu anderen Teams in der Tabelle, sowie das Anvisieren von Was-Wäre-Wenn-Rechenbeispielen sollte man aus den Spielerköpfen verbannen. Die Besinnung auf die eigene Kraft, ja das eigens vorzuhaltende Talent erfolgreich Handball zu spielen gilt es wachzurufen.

Ein achtbares Ergebnis ist ein Muss, nicht zuletzt um sich die Chance zu wahren, mit erhobenem Hauptes die Saison zu beenden, als viel mehr ebenfalls einer zweiten Männermannschaft, dem Publikum, Fans und Sponsoren den gebührenden Respekt zu erweisen.

SVH:
Liebelt, Bohnstedt, Nowak (1), Geisenhainer, Högl (2), Riedel (6), Schneider, Heilwagen, Kühne (2), Ladusch, Rust (4), Herling (8), Bergner (5), Herzig (3)

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