Hermsdorfs Handballer kassieren derbe Heimniederlage

Details Regionalliga-Absteiger LVB Leipzig hat am Sonnabend den Handballern des SV Hermsdorf einen herben Dämpfer versetzt
Hermsdorf. Nach der Supersaison 2009/10 für die Hermsdorfer mit Meistertitel, Pokalsieg und Aufstieg sind die Schützlinge von Jens Friedrich mit einer 27:41-Heimniederlage in die Mitteldeutsche Oberliga gestartet.

Hermsdorfs Co-Trainer Mario Kühne sagte auf der Pressekonferenz: "Uns wurden heute die Grenzen aufgezeigt. Nach dem heutigen Spiel dürfte klar sein, dass es für uns in dieser Saison nur um den Klassenerhalt geht." Der Gast aus Leipzig beeindruckte mit beweglichem Handballspiel aus allen Positionen. Dagegen wirkte der erste Auftritt der Hermsdorfer in der neuen Liga hölzern, steif, bis weilen sogar phlegmatisch.

Ganz anders präsentierten sich die Leipziger: Linkshänder Jakob Fritsch donnerte die Bälle wie er wollte und fast ohne Gegenwehr ins Tor. Zum Glück für die Hermsdorfer sah er nach 13 Minuten die zweite Zeitstrafe. Über halblinks beeindruckte Zugang Krysztof Zart mit seiner Sprungkraft. Bester Mann war Sascha Meiner, der das Treiben verrückt machte. Beispiel gefällig? Kurz vor der Pause schien der Angriff eigentlich gestoppt, doch Meiner sah die Lücke, spazierte durch drei Hermsdorfer hindurch, provozierte ein Foul. Sidortschuk sah zwei Minuten, der Schiri zeigte auf den Siebenmeterpunkt.

Nach 33 Minuten hatte der LVB Leipzig sein 20. Auswärtstor erzielt, nach 46 Minuten das 30. und eine Minute vor Schluss sogar das 40. Am Ende wurden es sogar 41 Gegentore für die Hermsdorfer, die in der Vorbereitung so viel Wert auf die Abwehrarbeit gelegt hatten. Bis zur Pause durfte der SVH-Fan noch auf ein gutes Ergebnis hoffen. Die Leipziger, die an diesem Tag noch nicht einmal in Bestbesetzung aufspielten, weil laut Trainer Jens Große drei Leistungsträger fehlten, machten nach dem Wechsel kurzen Prozess. Sidortschuks Treffer zum 13:18 war der letzte Fünf-Tore-Rückstand. Leipzig konterte, Leipzig kam spielend leicht über den Kreis zu Toren. Plötzlich führte der Gast 25:13 (38.). Diese Phase wurde zu einer Lehrvorführung.

Am Ende des einseitigen Handball-Abends waren es 14 Tore, die Hermsdorf und Leipzig trennten. Es hätte wohl noch deutlicher werden können. In der Schlussviertelstunde ließ Große seinen zweiten Sechser spielen. Da saßen Zart, Meiner & Co. längst auf der Bank.

(Quelle:OTZ)
   

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