Hermsdorf siegt in Staßfurt

Details HV Rot-Weiß Staßfurt - SV Hermsdorf 27:28

Der SVH gewann völlig überraschend bei den im Vorfeld viel stärker eingeschätzten Staßfurtern 28:27 (12:11). Vor 14 Tagen gewann Staßfurt an gleicher Stelle gegen den HSV Bad Blankenburg.
Staßfurt. Vor einer Woche unterlagen die Rot-Weißen bei Titelanwärter LVB Leipzig nur mit vier Toren.  "Den Erfolg hat sich die Mannschaft redlich verdient. Sie hat von der ersten Minute eine starke Mannschaftsleistung gezeigt.  Heute kann und will ich auch keinen Spieler hervorheben", sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich. Beinahe wäre Staßfurt Sekunden vor dem Abpfiff noch der Ausgleich gelungen, doch Hermsdorfs Torhüter Petr Nedved (32) schnappte sich den Heber vom Staßfurter Linksaußen. "Wir haben heute in der Abwehr stark gearbeitet, wir waren viel aggressiver als gegen Glinde. Im Angriff haben wir die Angriffe länger ausgespielt, wir haben nicht überhastet abgeschlossen, auch wenn wir dabei vier-, fünfmal passives Spiel riskiert haben", sagte Friedrich. Nach 45 Minuten führte Hermsdorf 20:16. Den Zuschauern blieb in der Schlussphase der Krimi nicht erspart. Hermsdorf führte 28:26, da verkürzte der Gastgeber. Die Rot-Weißen stellten in der Schlussminute auf offensive Manndeckung um. Hermsdorfs Jan Heilwagen (26) hatte die Entscheidung in der Hand, er scheiterte. Staßfurt kam noch mal in Ballbesitz, doch Nedved ließ nicht den 28. Gegentreffer zu. "Wir haben immer geführt. Der Sieg ist so geil. Mit der Leistung von heute, können wir jedem Gegner Paroli bieten", sagte Mannschaftskapitän Stefan Riedel (28). Die Analyse unterhalb der Woche nach dem Glinde-Spiel hatte gefruchtet. Die Abwehr war präsenter, spielte viel aggressiver. "In Glinde haben wir uns gerade zwei Zeitstrafen abgeholt. Das ist zu wenig. Wir müssen in dieser Liga einfach mal härter zugreifen, auch auf die Gefahr hin, dass wir häufiger eine Zeitstrafe bekommen", sagte Friedrich. Abwehrspezialist René Opel (36) bespielte den Staßfurter Rückraumwerfer Rettig sehr offensiv. SVH-Torwart Nedved profitierte von funktionierenden Deckungsverband. "Das war heute ein wichtiger Sieg. Ob wir wirklich in der Liga angekommen sind, wird das Heimspiel gegen Dresden zeigen. Wenn wir das gewinnen, haben wir 5:3-Punkte, dann sind wirklich in der Liga angekommen", sagte Co-Trainer Mario Kühne.

SVH: Nedved, Szlapka - Opel, Sidortschuk, Schreck, Högl (7), Grützbach (5), Riedel (6), Bergner (4), Parybyk, Heilwagen (5), Steinbach (1), Najman

(Quelle:OTZ)
   

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