Hermsdorfer bleiben in Erfolgsspur

Details Hermsdorfs Handballer bleiben in der Erfolgsspur. Am Sonnabend gewannen sie beim langjährigen Rivalen Ziegelheim überraschend deutlich 31:24 (16:13). Prunkstück beim zweiten Auswärtssieg in Folge nach dem 28:27 in Staßfurt war die Abwehr mit zwei starken Torhütern Petr Nedved und Christian Szlapka.
Die Ziegelheimer mussten sich vor allem in der ersten Halbzeit zeitweise vorgekommen sein, wie im falschen Film. Nicht der heimstarke LSV bestimmte Ball und Gegner, sondern der Gast. Ungläubig schaute immer wieder der LSV-Trainer Karsten Knöfler an die Anzeigetafel. Bis zur 24 Minute führte der SVH mit fünf, sechs Toren. "Bis dahin haben wir eine Klasse-Leistung geboten", sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich.

Dass es nach der 16:10-Führung mit dem Halbzeitpfiff noch mal spannend wurde, lag an den wieder zu früh genommen Würfen der Hermsdorfern. Die Heimmannschaft traf dreimal und verkürzte bis zum 13:16.

Es wurde noch einmal knapp. Beim 19:20 (43.) war Ziegelheim fast dran, doch Ferenc Bergner, Marvin Schreck und Radek Najman stellten mit ihren drei Toren in Folge zum 23:19 den Vier-Tore-Abstand her. Die LSV-Bank verlangte eine Auszeit. 20 Sekunden später flog Sebastian Steinbach mit seiner dritten Zeitstrafe vom Parkett. Den anschließenden Siebenmeter wehrte Christian Szlapka, der nach 39 Minuten ins Spiel kam, ab.

Auf der Gegenseite versenkte Radek Najman seinen Strafwurf im Nachwurf. Als Tobias Högl auf 25:19 (50.) erhöhte, war der dritte Saisonsieg mit damit sieben Punkten greifbar. Es brannte nichts mehr an, weil Schreck auch seinen sechsten Wurf zum 29:21 (56.) ins Netz setzte. Der Treffer war symptomatisch. Ziegelheims Torwart Torsten Urwank stand wie festgemeiselt. Der Ball spielte Billard. Linker Pfosten, rechter Pfosten und dann prallte er an den linken Oberschenkel Urwanks, von dort ging er ins Tor. Schreck dreht sich um, rannte zurück und riss dabei beide Arme vor Freude nach oben. Die knapp 80 mitgereisten SVH-Fans skandierten mit dem Ruf "Auswärtssieg"

"Wir haben die Startphase völlig verschlafen. So darf man sich in einem Heimspiel einfach nicht präsentieren", sagte LSV-Spielmacher Steffen Moritz nach der Partie. Der monierte das Abwehrverhalten seiner Mannschaft.

"Wir haben die ganze Woche Abwehr geübt und dann kriegen wir den Rückraum der Hermsdorfer nicht in den Griff. Mir fehlen die Worte."

SVH-Trainer Jens Friedrich wollte keinen Spieler aus seiner Mannschaft herausheben. "Ich muss den Jungs ein Kompliment machen. Jeder, der ins Spiel gekommen ist, hat seine Aufgaben erfüllt." Die Hermsdorfer verloren in den 60 Minuten gleich drei Spieler mit Roten Karten. Als erstes erwischte es Marcus Parybyk nach 16 Minuten. Er hatte André Heinig beim Wurf von hinten gestoßen. Dann sah Kapitän Stefan Riedel nach Doppel-Zeitstrafe Rot. In der 48. Minute musste Steinbach als dritter Spieler bei den Zuschauern Platz nehmen.

SVH: Nedved, Szlapka Opel, Fischer, Schreck (6), Högl (4), Grützbach, Riedel (5), Bergner (8), Parybyk (2), Heilwagen (3), Steinbach, Najman (3), Rust.

(Quelle:OTZ)
   

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