Hermsdorfer gewinnen auch gegen TuS Radis

Details TuS Radis 1947 verliert gegen den SV Hermsdorf 18:20 (9:12). Viertes Auswärtsspiel, der dritte Sieg und die Pluspunkte zehn und elf - langsam wird es fast schon ein wenig beängstigend, was die Hermsdorfer Handballer in der Mitteldeutschen Oberliga abliefern.
Gräfenhainichen.  Am Sonnabend gab es bei TuS Radis mit dem 20:18 (12:9) den fünften Saisonsieg in Folge. Die erste und bisher einzige Saisonniederlage gab es zum Auftakt beim 27:41 gegen den LVB Leipzig. Die Saisonbilanz des Jahrgangs 2010 erinnert immer mehr an den Super-Auftritt 2000/2001 in der Regionalliga Mitte, als die Hermsdorfer, damals mit Trainer Bernd Mühlberg, mit 30:30-Punkten auf Platz sieben einkamen in der 16-er Liga.

Knapp wurde es am Sonnabend acht Minuten vor Ende. Radis glich mit einem verwandelten Siebenmeter zum 18:18 aus. Es blieb das letzte TuS-Tor. Kreisläufer Sebastian Steinbach (25) brachte den Gast mit 19:18 wieder in Führung. Als 20 Sekunden vor Schluss der 35-jährige Routinier Ferenc Bergner mit seinem siebten Tor einen Tempogegenstoß zum 20:18 abschloss, war der nächste Saisonsieg perfekt. "Man sieht es an den wenigen Toren. Das Spiel wurde von den Abwehrreihen bestimmt. Wir waren da einen Tick stärker, deshalb haben wir gewonnen", sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich. Die Defensiv-Abteilung lieferte nach 24 Gegentoren in Ziegelheim, 23 Gegentoren im Spiel gegen Naumburg/Stößen einen neuen Saison-Bestwert mit den 18 Gegentoren.

Einen Handball-Leckerbissen bekamen die Zuschauer allerdings nicht geboten, dazu gab es auf beiden Seiten zu viele technische Fehler. Die Radiser konnten vor den 350 Zuschauern nicht ihr gewohntes Tempo-Spiel aufziehen, weil die Hermsdorfer frühzeitig die Laufwege kreuzten oder den Schnellangriff stoppten. "Radis kam in den gesamten 60 Minuten zu vier leichten Toren durch die Schnelle Mitte oder durch die zweite Welle. Das ist das Verdienst der gesamten Mannschaft, dass wir dem Gegner nicht sein Spiel erlaubt haben", sagte Friedrich. Die Hermsdorfer verzichteten lange Zeit auf den Spezialistenwechsel. Tobias Högl, der normalerweise mit Rene Opel zwischen Angriff und Abwehr wechselt, blieb auf dem Feld. Högl rückte im Hermsdorfer Abwehrverband auf die Linksaußen-Position. Neben ihm lieferte der 23 Jahre alte Marcus Parybyk eine starke Partie ab. "Marcus hat mich in der Abwehr überzeugt", sagte Friedrich. Als Högl, mit 48 Saisontoren erfolgreichster SVH-Werfer, nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (49.) sah, rückte Radek Najman auf die linke Abwehrseite.

SVH: Nedved, Szlapka Opel, Fischer, Schreck, Högl (5), Grützbach, Riedel (2), Bergner (7), Parybyk (1), Heilwagen (3), Steinbach (2), Najman.
   

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