Hermsdorfer werden nicht belohnt

Details Handball Mitteldeutsche Oberliga, Männer: Nach starker Leistung in Dresden verloren HC Elbflorenz Dresden gegen SV Hermsdorf 26:25 (15:13)
Dresden. Favorit HC Elbflorenz Dresden hat sich mit Glück und mit dem letzten Wurf den aus dem Hinspiel verlorenen Punkt beim 30:31 wieder zurück geholt. Dresden gewann am Sonnabend in eigener Halle 26:25.

Die in den letzten Wochen personell so arg dezimierten Hermsdorfer Handballer, die noch kurzfristig auf Abwehrspezialisten Michael Remme zurückgreifen konnten, waren dicht dran an der Sensation.

Anderthalb Minuten vor Schluss war Hermsdorf im Angriff. Die Schiedsrichter hoben den Arm für passives Zeitspiel. Friedrich legte die grüne Karte auf den Zeitnehmer-Tisch. Bevor das Zeitgericht den Knopf für das Signal fand, traf Tobias Högl. Der Treffer zählte nicht. In der Auszeit wurde eine Freiwurfvariante festgelegt: Drei-Mann-Mauer und Marvin Schreck als Werfer. Der Dresdner Torwart hielt.

In der letzten Minute sah es nach einem 25:25-Unentschieden aus. Dann zückten die Dresden die Grüne Karte noch 35 Sekunden. Die Hermsdorfer störten klug, verhinderten einen Wurf bis drei Sekunden vor Schluss. Der HCE bekam einen Freiwurf. Mit dem letzten Wurf im Spiel gelang dem haushohen Favorit der Siegtreffer.

Friedrich stand nach der Sirene für einen Moment wie versteinert an der Außenlinie. Das Wort, das er heraus schrie, war nicht druckreif. In der Kabine musste er seine Jungs, die eine fantastische Partie ablieferten, wieder aufrichten. "Kopf hoch, Jungs, Wir werden uns noch belohnen für unsere Arbeit."

Normalerweise hätten Friedrich & Co. zufrieden sein müssen nach diesem starkem Auftritt. Doch die Mitteldeutsche Oberliga spielte am Sonnabend komplett verrückt. Ziegelheim gewann sensationell 28:27 gegen Leipzig, Radis besiegte Wolfen 29:27, Glinde holte in Staßfurt beim 29:29 einen Punkt. Fast die gesamte Liga spielte also gegen Hermsdorf. Mit Ziegelheim und Radis stockten Vereine ihr Punktekonto auf, die hinter Hemrsdorf in der Tabelle stehen. Friedrich musste tief durch schnaufen. "Fast alle punkten, das ist unser Problem. Für schön und gut spielen, kriegst du in dieser Klasse keine Punkte. Aber die brauchst du, um sie zu halten."

SVH: Nedved, Szlapka Opel (2), Wendt (3), Schreck (4), Högl (6), Remme (2), Kühne (1), Heilwagen (5), Najman (2), Steinbach, Rust.

(Quelle:OTZ)
   

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