Hermsdorfer verlieren unter Protest

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Handball, Mitteldeutsche Oberliga: Sportlich haben die Handballer des SV Hermsdorf das Punktspiel der Mitteldeutschen Oberliga bei der HSG Freiberg mit 24:25 verloren. Es war die siebte Pleite im achten Punktspiel.

Von Jens Henning

Hermsdorf. Ob das Spiel auch, wie gespielt, gewertet wird, muss der Staffelleiter in den nächsten Tagen entscheiden. Die Hermsdorfer haben Protest eingelegt. Sie sahen kurz vor Schluss der Begegnung einen Regelverstoß der Schiedsrichter. Als Hermsdorfs Sebastian Triller beim Torwurf gefoult wurde, hätten die Hermsdorfer einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe für den Sportler der HSG sehen wollen. Die Spielleiter entschieden aber aus Gäste-Sicht nur auf Freiwurf. Trillers Wurf blieb in der Mauer der HSG hängen.

 

"Uns geht es bei den Protest nicht um die persönliche Strafe, die möglicherweise der Spieler von Freiberg bekommen hätte. Uns wurde mit dem nicht gegebenen Siebenmeter die Chance genommen, das Unentschieden zu erreichen. Deshalb haben wir den Protest eingelegt. Die Regel, das bei einer solchen Aktion zwingend auf den Punkte zu zeigen ist, ist neu. Dennoch hätten die Schiedsrichter uns den Siebenmeter zusprechen müssen", sagte Schreiber nach dem Spiel.

Als die Schlusssirene ertönte, lief Schreiber auch sofort an den Mittelkreis, um den Schiedsrichtern die strittige Situation zu erklären. "Was der Protest am Ende bringt, weiß ich nicht. Entscheidend wird sicher ein, was die Videos aussagen über diesen Moment kurz vor Spielende", sagte der SVH-Mann.

Die 60 Minuten zwischen Freiberg und Hermsdorf spiegelten den Tabellenstand der beiden Mannschaften wieder. Hermsdorf ging als Schlusslicht in das Keller-Duell. Die Sachsen hatten vor der Partie auch nur drei Zähler mehr und waren Viertletzter. Die Partie lebte vom Kampf, nicht von der handballerischen Klasse. Die Verunsicherung war auf beiden Seiten in vielen Momenten der Partie zu spüren. In der Schlussminute hatten die Gäste aus Hermsdorf mehrfach die Chance zum Ausgleich. Erst versuchte sich Stefan Riedel mit einem Aufsetzer. Dann hatte Nikola Stojanov aus zentraler Position Pech. Dann erkämpfte Triller den Ball, weil den Freibergern in der Vorwärtsbewegung ein Fehlabspiel unterlief. Es kam zur Szene des Spiels. Triller zog in Richtung HSG-Kreis, er wurde nach einer Überkopf-Finte siebenmeterreif gefoult. Der Pfiff kam, aber nur für einen Freiwurf. Die Spielzeit war abgelaufen. Der letzte Wurf der Partie gehörte den Gästen. Triller probierte es, vergeblich.

"Wir lassen uns jetzt nicht verrückt machen. Wir müssen uns als Mannschaft weiter entwickeln", sagte Schreiber. Auf die Tabelle schaut Schreiber im Moment nicht. "Es bringt doch nichts, ständig auf die Tabelle zu schauen und vielleicht zu schauen, wie viele Punkte die anderen Mannschaften haben. Unser Blick geht auf das Spiel gegen Staßfurt. Das wollen und das müssen wir gewinnen."

Andere Teams aus dem Tabellenkeller waren sportlich erfolgreicher gewesen. Der HSV Apolda, zweiter Thüringer Vertreter im Abstiegskampf, überraschte mit einem Auswärtssieg bei Grubenlampe Zwickau. Zum Tabellenvorletzten haben die Hermsdorfer schon drei Zähler Rückstand.

(Quelle: OTZ/Jens Henning/01.11.2016)

   

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