Wir wissen, dass wir besser sind

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Handball: Im Testspiel siegt der SV Hermsdorf mit 29:27 (14:13) über Oberligist HBV Jena 90. Hermsdorfs Trainer Kühne zufrieden. Jena verliert zweiten Test

Marcus Schulze

Hermsdorf Mit dem Abpfiff erhoben sich ein paar Zuschauer am Donnerstagabend in der Werner-Seelenbinder-Halle in Hermsdorf. Es waren Fans des SV Hermsdorf, die ihre Kreuzritter feierten. Die Mannen von Trainer Mario Kühne hatten gerade über die Gäste des HBV Jena 90 mit 29:27 (14:13) gesiegt. Und da die „Gang von der Saale“ bekanntlich in der Mitteldeutschen Oberliga beheimatet ist, freuten sich die Schlachtenbummler des Thüringenligisten natürlich noch eine Idee mehr.

Ja, groß war der Jubel bei einem Großteil der gut 60 Zuschauer, die allesamt Mundschutz trugen, als denn Martin Ehm kurz vor dem Ende der Begegnung zum 29:27-Endstand traf. Zuvor hatte Hannes Rudolph in seiner unnachahmlichen Art über die linke Außenseite zum temporären 28:26 verwandelt. Eine kleine Ewigkeit flog Rudolph durch die Halle. Dergleichen sorgte für reichlich Verzückung auf den Rängen und auch der SVH-Bank. Maximilian Remde, Sebastian Hammer und Torhüter Damian Kowalczyk präsentierten nach dem Tor des Gefährten eine kleine Choreographie mit ihren Händen, mit der sie Flugkünste von eben Hannes Rudolph anpriesen. Eine gewisse Leichtigkeit lag da beim SVH durchaus in der Luft.

Trainer Mario Kühne zeigte sich mit dem Dargebotenen seiner Schützlinge – insbesondere nach den vergangenen Auftritten – zufrieden. „Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Sie haben endlich einmal das umgesetzt, was wir trainiert und besprochen haben“, resümierte der Coach. Gerade die Offensive sei um einiges besser dahergekommen als in den Wochen zuvor. „Außerdem haben fast alle Verantwortung übernommen, als diese vonnöten war“, führte der SVH-Trainer weiter aus, der bei seinem Fazit auch auf Martin Ehm zu sprechen kam. Er habe auf der Mitte im Rückraum einen richtig guten Job gemacht. Bester Schütze in den Reihen der Kreuzritter war indes Felix Reis, der sechs Tore erzielte.
Nichtsdestotrotz, er wolle den Sieg nicht überbewerten, betonte Kühne. Entscheidend sei, dass seine Spieler ein positives Erlebnis hatten, dass sie etwas Selbstvertrauen sammeln konnten, bevor sie am kommenden Wochenende zum Ligaauftakt nach Suhl aufbrechen müssen.
Über weite Strecken hatten dann auch die Hausherren die Führung inne. Lediglich zum Auftakt und gen Ende lag diese in den Händen der Jenaer, die munter durchwechselten. HBV-Trainer Svajunas Kairis störte sich an der Niederlage als solches nicht. Sein junges Team befinde sich immer noch in der Findungsphase. Solche Spiele werde es immer wieder geben. Vielmehr haderte er mit ein paar undisziplinierten Aktionen in seinen Reihen. Und auch mit der Torausbeute. Er erinnerte an die zahlreichen Pfostentreffer seiner Handballer. So könne man natürlich nicht gewinnen. „Das ist ein Gegner, den wir normalerweise schlagen müssen. Wir wissen, dass wir besser sind“, sagte Kairis.
Bereits am Mittwoch hatten die Jenaer ein Testspiel gegen den die 2. Mannschaft des SC DHfK Leipzig absolviert, welches sie 20:25 verloren. Zum Auftakt am kommenden Wochenende in der Mitteldeutschen Oberliga empfängt der HBV Jena die HG 85 Köthen, das ehemalige Team von Svajunas Kairis.

(Quelle: OTZ/Marcus Schulze/19.09.2020)

   

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